Warum wir das Bedingungslose Grundeinkommen dringend benötigen

“Was würden Sie mit 1000 Euro jeden Tag ohne Gegenleistung machen?” Diese Frage ist der perfekte Einstieg in ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt.

Das Bedingungslose Grundeinkommen versteht sich als Staatstransfer ohne jegliche Bedingung. Meiner Überzeugung nach besteht auf der einen Seite eine ethische Perspektive, nach welcher das BGE schnellstmöglich eingeführt werden muss, um ein weiteres Auseinaderdriften der Gesellschaft zu verhindern. Die Bürger unseres Landes und überall auf der Welt haben große Angst davor, dass Ihre Arbeitskraft durch Maschinen substituiert wird. Diese Sorge ist absolut berechtigt, da allein durch das autonome Fahren nahezu alle Taxi- und Busfahrer ihre Arbeitsstelle mittelfristig verlieren werden. Natürlich entstehen dadurch wiederum neue Jobs in den digitalen Bereichen. Nach meiner Überzeugung allerdings insgesamt weitaus weniger Jobs mit einer deutlich höherer benötigten Qualifikation der Arbeitnehmer.

Insgesamt muss auch über eine neue Definition von Arbeit nachgedacht werden. Hier liefert Götz Werner sehr gute Vorschläge. Während wir Arbeit derzeitig in erster Linie als eine bezahlte Tätigkeit ansehen, müssen auch andere gesellschaftlich relevante Leistungen (z.B. Kindererziehung, Pflege eines Familienangehörigen usw.) als lobenswerte Arbeit angesehen werden.

Auf der anderen Seite gibt es eine ökonomische Betrachtungsweise, weshalb sich unter anderem auch Personen wie Mark Zuckerberg, Götz Werner und Joe Kaiser für ein BGE aussprechen. Um auf der Nachfrageseite die entsprechende Konsumkraft aufrechtzuerhalten, bedarf es eines Grundeinkommens für alle. Ebenfalls dürften in einer Gesellschaft mit BGE die Bürger eher dazu geneigt sein Arbeit auszuführen, welche ihnen Spaß und Freude bringt. Gerade dadurch wird das Innovationspotential der Gesellschaft unglaublich erhöht, da die intrinische Motivation (Motivation aus eigenem Ansporn) empirisch bewiesen die Menschen zu Höchstleistungen treibt. Die Preise für Arbeit, welche von den Menschen eher ungern gemacht wird, steigt an. Ich äußere die Vermutung, dass sich alle Reinigungskräfte darüber freuen dürften.

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